Was sind meine Daten eigentlich wert?

Google hat mit rund 246 Mrd. US-Dollar den wertvollsten Markenwert weltweit im Jahre 2017 erzielt. Facebook ist immerhin 130 Mrd. US-Dollar wert. Doch warum sind diese Unternehmen so unfassbar wertvoll? Weil diese Firmen vor allem eins haben: unsere Daten.

Warum sind meine Daten wertvoll?

Ein einzelner Datensatz ist nicht wertvoll, erst viele Datensätze über einen Menschen sind für ein Unternehmen relevant. Und in Zeiten von Smartphones, Smartwatches, SmartTVs und Alexas sind die erzeugten Daten nahezu endlos. Mit Hilfe der Daten können Firmen passgenaue Werbung generieren und somit die Verkaufschancen steigern. Wenn man sich zum Beispiel im Web auf einem Schwangerschaftsforum aufhält und danach Facebook öffnet, kann es sein, dass einem Kinderwägen vorgeschlagen werden. Denn Facebook weiß welche Webseiten man besucht, wenn diese mit einem „teilen“ oder „gefällt mir“-Button versehen sind. Aber auch Verhaltensanalysen von Kunden können mit den Daten durchgeführt werden, um damit das Angebot zu optimieren.

Was sind meine Daten wert?

Ein Zitat von Andrew Lewis und Richard Serra besagt:

‚If you are not paying for it, you’re not the customer; you’re the product being sold‘

Den genauen Wert persönlicher Daten kann man jedoch nicht pauschal sagen, allerdings gibt es verschiedene Herangehensweisen den Datenwert einer Person festzustellen:

  1. WhatsApp wurde von Facebook im Jahr 2014 für 14 Milliarden Euro gekauft. Damals hatte der Nachrichtendienst rund 450 Millionen Nutzer. Da der Code für WhatsApp nicht besonders innovativ ist, da es noch zahlreich andere Messenger mit den gleichen Funktionen gibt, kann man davon ausgehen, dass Facebook rund 30 Euro für den Chatverlauf eines Nutzers bezahlt hat.
  2. Es gibt kostenpflichtige und kostenlose Anti-Virus-Programme. Code-technisch funktionieren beide Varianten gleich, allerdings stimmt man bei der kostenlosen Alternative zu, dass die Browserdaten ausgewertet und analysiert werden dürfen. Somit ist die Browserhistorie einer Person ungefähr 20 Euro im Jahr wert.
  3. Beispielsweise bei Krankenkassen gibt es Preisnachlässe, wenn man eine von der Krankenkasse gestellte Fitness-Watch benutzt. Dadurch kann man bis zu 16 % Nachlass bekommen.
  4. Die Financial Times hat einen Datenrechner veröffentlicht, welcher anzeigt wieviel ein Marketer für den eigenen Datensatz ungefähr bezahlen würde. Durchschnittlich ist ein Datensatz mit mehr als 30 Merkmalen ca. 1 Euro wert.

Wer weiß was über mich?

Cluster Datenwert

 

„Blogrebellen“ hat verschiedene Links zusammengestellt, welche zeigen was Google über einen weiß: https://www.blogrebellen.de/2014/11/19/6-links-die-dir-zeigen-google-alles-ueber-dich-weiss/

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sehr schwer ist den genauen Datenwert einer Person zu konkretisieren. Allerdings wächst der Datenhandel rasant an, deshalb sollte man sich bewusst sein wo man was preisgibt.

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