History of Hacks – Gary McKinnon hackt die NASA

Gary McKinnon, oft auch der UFO-Hacker genannt, wird beschuldigt den bisher größten Angriff auf militärische Computer begangen zu haben. Was war passiert?

Der Hacker

Gary McKinnon wurde 1966 in Glasgow geboren. Als er 14 Jahre alt war, bekam er seinen ersten Computer. Mit 17 Jahren verließ er die Schule, um Friseur zu werden. Allerdings überzeugten ihn Freunde anfang der 90er Jahre einen Computer-Kurs zu besuchen, was er auch tat und im Anschluss auch Arbeiten in diesem Umfeld übernahm.

Der Hack

In den späten 90er Jahren fing er an seine Fähigkeiten bezüglich des Hackens zu nutzen, um zu recherchieren, ob die Regierung der Vereinigten Staaten Informationen über UFOs verheimlicht, wovon er überzeugt war (Quelle: BBC). Angeblich stieß er bei seinen Hacks auch auf entsprechende Informationen.

Zwischen den Jahren 2001 und 2002 hackte er sich in 97 Computer der NASA, dem US-Militär und dem Pentagon. Laut ihm habe es sich allerdings nicht um ein richtiges Hacking gehandelt, da die Systeme kaum bis gar nicht geschützt waren. Er gibt an, mithilfe eines selbst geschriebenen Perl-Skripts nach Rechnern ohne Passwort (blank password) gesucht und dann die Fernwartungssoftware pcAnywhere auf den Computern installiert zu haben.

Während seiner Recherche wurde er so obsessiv, dass er laut eigener Aussage aufhörte sich zu waschen und nächtelang nur noch mit seinen Hacks verbrachte.

Die Strafe

Mit der Zeit wurde er nachlässig, hinterließ Hinweise und wurde im Jahr 2002 letztendlich auch gefasst.

Die US-Staatsanwaltschaft will ihn seitdem zu 70 Jahren Haft und einer Geldstrafe von fast 2 Millionen US-Dollar verurteilen, da er durch seine Hacks angeblich Schäden in Höhe von 900.000 US-Dollar verursacht habe.

Allerdings wurde McKinnon von Großbritannien nicht an die USA ausgeliefert. Dies ging durch mehrere Instanzen. Unter anderem stellten sich mehrere Prominente im Jahr 2009 auf seine Seite, als er nach dem verlorenen Prozess vor dem High Court unmittelbar vor der Auslieferung stand.

Im Jahr 2012 wurde das Auslieferungsabkommen von der damaligen Innenministerin Theresa May entgültig abgelehnt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

CAPTCHA *